April Update
Einleitung
Der April beginnt in einem Umfeld, das die Märkte bereits im März geprägt hat – und die wichtigste Botschaft dieses Updates lautet deshalb bewusst: Es hat sich in der Tendenz wenig geändert. Die Marktstruktur wirkt weiterhin “fragil‑stabil”.
Der zentrale Auslöser der jüngsten Risikoaversion war die Eskalation im Nahen Osten. Zugleich sind seit Beginn der Angriffe Ende Februar die Ölpreise stark gestiegen, was Inflationserwartungen und Zinsunsicherheit schürt.
Unsere Hypothese bleibt daher wie im März: Eine grössere Marktkorrektur ist weiterhin möglich bzw. wahrscheinlich. Gleichzeitig ist es typisch für Bärenmärkte, dass kräftige Gegenbewegungen auftreten. Ein erheblicher Anteil der stärksten S&P‑500‑Tage lag historisch sogar innerhalb von Bärenmärkten.
Aktien
US‑Aktien wurden Ende März insbesondere durch geopolitische Risiken und Ölpreis‑/Inflationssorgen belastet. Zudem verschob sich die Zinswahrnehmung hin zu „höher/länger“. Vor diesem Hintergrund hat sich die Nervosität an den Märkten spürbar erhöht. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass eine grössere Marktkorrektur bevorsteht. Die Kombination aus makroökonomischem Gegenwind, restriktiver Geldpolitik und geopolitischen Unsicherheiten schafft ein Umfeld, das typischerweise nicht mit nachhaltigen Kursanstiegen einhergeht. Vielmehr erwarten wir, dass sich das Abwärtsrisiko in den kommenden Wochen und Monaten weiter materialisieren könnte.
Kryptowährungen
Makro‑Kopplung: Tech ↔ Krypto bleibt hoch. Der IMF betont, dass Krypto‑Preise sich seit 2020 deutlich stärker synchron zu Aktien bewegen. Die höhere Korrelation deutet darauf hin, dass Bitcoin im Regime eher als Risk‑Asset handelt. Dieses Muster bestätigte sich zuletzt erneut, da Risk‑off in Growth/Tech zeitgleich Krypto belasten konnte. Aus unserer Sicht ist der Boden im Kryptomarkt noch nicht erreicht – die aktuelle Marktstruktur lässt eher auf weiteres Abwärtspotenzial schliessen. Gleichzeitig ist es aber wahrscheinlich, dass nach einer weiteren Schwächephase eine technische Gegenbewegung einsetzt. Solche Erholungen sind typisch für Bärenmärkte und könnten vorübergehend für Entlastung sorgen, ohne jedoch den übergeordneten Abwärtstrend zu brechen.
Fazit
Im Vergleich zum März‑Update bleibt unsere Einschätzung im Kern unverändert: Wir erwarten weiterhin eher eine Fortsetzung der Korrektur‑/Bärenmarkt‑Dynamik, auch wenn kurzfristige Erholungen jederzeit möglich sind. Die jüngsten Marktbewegungen liefern eher Bestätigung als Entwarnung: US‑Indizes stehen unter Druck, geopolitische Risiken erhöhen die Volatilität und Liquiditätspuffer sind sehr klein. Auch im Krypto‑Segment bleibt die Lage fragil.
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