August Update

August Update

Einleitung

Im August zeichnen sich neue Marktentwicklungen ab: Nach der Sommerrally scheint ein möglicher Trendbruch erfolgt zu sein. Insbesondere die wieder aufkommenden US-Zölle (Tariffs) und das drohende Ultimatum der USA an Russland könnten zu einem Wendepunkt führen. Die US-Regierung hatte Russland eine ursprünglich 50‑Tage‑Frist gesetzt, die nun auf 10–12 Tage bis etwa 7.–9. August verkürzt wurde. Bei Nicht-Einhaltung drohen massive Sanktionen und 100% Zölle seitens der USA. Eine verschärfte geopolitische Lage könnte das Marktvertrauen schmälern.

Parallel steigen in den USA wieder die Inflationsraten, während die Arbeitslosenquote auf 4,2 % im Juli anstieg. Kombiniert mit stark nach unten revidierten Non-Farm Payrolls von nur +73.000 Stellen, was deutlich unter den Markt­ erwartungen lag und als Zeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarkts gilt.

Diese Faktoren – geopolitische Eskalation, Inflationsdruck und schwache Beschäftigungsdaten – könnten zusammen eine Trendwende im August verstärken.

Aktien

In den USA ist der S&P 500 seit April um ca. +32% gestiegen. Doch nach einem Rising Wedge‑Muster (aufsteigende, sich verengende Keilform) deutet vieles auf eine mögliche technische Schwäche hin: Der Index durchbrach Anfang August deutlich nach unten und fiel an einem Tag um bis zu −2 %. Historisch ist der August ein schwieriger Monat für Aktien, besonders wenn ein solches Keilmuster vorliegt.

Das technische Bild zeigt: Märkte sind überkauft, volatil und anfällig für eine Gegenbewegung. Das Zusammenspiel von geopolitischen Risiken und saisonalem Muster erhöht das Korrekturrisiko im August merklich.

Krypto

Die Krypto-Märkte zeigen sich vergleichsweise resistent, doch auch hier mehren sich Indikatoren für eine Konsolidierung:

Bitcoin hat in den letzten Wochen Support bei ca. 110’000 USD gesucht und versucht Struktur aufzubauen. Ein nachhaltiger Rückfall unter 100’000 USD wäre das erste alarmierende Signal – insbesondere wenn externe Schocks (z. B. neue Handelszölle, geopolitische Verwerfungen) eintreten.

Altcoins bleiben volatil: Ihre durchschnittliche Performance hinkt Bitcoin weiterhin hinterher, viele Projekte zeigen nach Frühjahrsgewinnen nun Verluste oder Seitwärtsbewegung. Die BTC-Dominanz stieg zuletzt weiter an. Die geopolitischen Risiken und Inflationslinien deuten auch im Kryptosegment auf ein erhöhtes Risiko hin. Sollte sich der Seitwärtstrend im Aktienmarkt verschärfen, dürfte dieser Impuls auch auf BTC und Altcoins durchschlagen – mit begleiteter Konsolidierung.

Fazit

Im aktuellen Marktumfeld verdichten sich die Anzeichen, dass wir im August möglicherweise an einem Wendepunkt stehen. Die starke Rally seit dem Frühjahr könnte mit dem jüngsten Trendbruch im SPY an ihr Ende gekommen sein. Hinzu kommen zunehmende geopolitische Spannungen, insbesondere durch das US-Ultimatum an Russland, das in den nächsten Tagen ausläuft, sowie neue Zolldrohungen, die das Vertrauen in die Märkte belasten könnten. Auch auf makroökonomischer Ebene mehren sich die Warnsignale: Die zuletzt schwachen Non-Farm-Payroll-Zahlen und eine ansteigende Arbeitslosenquote auf 4,2 % deuten darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft möglicherweise schneller abkühlt als bisher angenommen. Gleichzeitig steigt die Inflation erneut leicht an, was den Handlungsspielraum der Notenbank einschränkt und das makroökonomische Risiko erhöht.

In Summe ergibt sich daraus ein zunehmend fragiles Umfeld, das sowohl an den Aktien- als auch an den Kryptomärkten für mehr Vorsicht sorgt. Während einzelne Segmente noch Stärke zeigen, sehen wir eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für Rücksetzer – insbesondere, wenn politische oder wirtschaftliche Auslöser zeitnah eintreten.

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